SO SPARST DU DEIN GELD


PAY YOURSELF FIRST

Eine einfache Methode um dein Geld zu sparen liegt darin dich immer zuerst zu bezahlen. Sprich zweige dir am Anfang des Monats den Betrag von deinem Einkommen ab, den du sparen möchtest. Dies lässt sich sehr einfach durch einen Dauerauftrag von deinem Girokonto auf ein Tagesgeldkonto am Tag deines Gehaltseingangs umsetzen. 

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SO VIEL SOLLTEST DU SPAREN

Du solltest mindestens 10 % deines Einkommens sparen.
Du solltest mindestens 10 % deines Einkommens sparen.

In dem Buch Der reichste Mann von Babylon von George S. Clason wird von einer einfachen Formel berichtet, die seit der Antike angewendet wird um Wohlstand aufzubauen:

 

Spare 10 % deines Einkommens um es zu investieren

 

Falls du Schulden hast, solltest du sogar 30 % sparen. Von dem Ersparten solltest du dann 1/3 investieren und 2/3 zur Tilgung deiner Schulden benutzen.

Verträge wechseln und Fixkosten reduzieren

Oft kann man sehr viel Geld sparen, indem man seine Verträge regelmäßig auf günstigere Alternativen überprüft und Anbieter wechselt. So kann man sehr schnell seine laufenden Kosten auf ein Minimum reduzieren. Deshalb sollte man sich in seinen Kalender die jeweiligen Kündigungstermine und -fristen eintragen. So verpasst man nie die Möglichkeit seine Vertragspartner rechtzeitig zu wechseln. Schließt man einen neuen Vertrag ab, trägt man sich am besten wieder umgehend die jeweils neuen Termine in seinen Kalender ein.

 

Die wichtigsten Verträge, bei denen sich ein Wechsel lohnt, sind:

  • Strom
  • Heizung
  • Handy
  • Internet/DSL
  • Festnetz
  • Versicherungen

WORAN DU NICHT SPAREN SOLLTEST

Dinge die dir eine große Freude bereiten sollten nicht unnötig reduziert werden. Denn wenn du dir die Freude am Leben nimmst, wirst du dich nur selbst demotivieren und deine Ziele nicht erreichen. In dem Buch Investment Punk: Warum ihr schuftet und wir reich werden von Gerald Hörhan wird ein einfaches Konzept aufgestellt mit dem du bewerten kannst, was dir Dinge wert sein sollten und woran du nicht sparen solltest: den L-Faktor. Das "L" in L-Faktor steht für Lebensqualität. Jeglicher Konsum lässt sich nach Hörhan mit den folgenden fünf Dingen kalkulieren (S. 146 in der 1. Auflage):

  1. Der L-Faktor ist ein individueller Wert. Er muss also von jedem Menschen eigenständig definiert werden.
  2. Der L-Faktor ist Grundsätzlich etwas Positives.
  3. Der L-Faktor kostet Geld.
  4. Die Kosnumkonventionen der Mittelschicht bieten wenig L-Faktor für viel Geld.
  5. Wer gegen diese Konventionen rebelliert, kann für wenig Geld viel L-Faktor bekommen.

Stell dir zum Beispiel vor du bist Autofan. Für dich gibt es nichts schöneres, egal bei gutem oder schlechten Wetter, als dich in deinen Sportwagen zu setzen. Schon beim Hineinsetzen spürst die Sportsitze, die dir einen sicheren Halt versprechen. Das fühlst das Interieur, dass aus den besten Materialien hochwertig verbaut ist. Du startest den Motor und bekommst Gänsehaut, sobald du die Zylinder arbeiten hörst. Du fährst los und bei der erstbesten Gelegenheit gibst du Gas um dich von der Kraft des Autos in den Sitz pressen zu lassen.  Der Höhepunkt eines jeden Tages ist für dich, wenn du die 300 km/h Schwelle auf der Autobahn brichst. 

 

Wenn man solch einen Sportwagen fahren möchte, kann man sich natürlich zu einem Händler begeben und sich das neuste Modell leasen. Was viele Leute hingegen nicht wissen ist, dass der Wert eines Neuwagen, sobald er zugelassen wurde und vom Hof des Händlers fährt, nur noch ca. 2/3 seines Kaufpreises wert ist. Man zahlt also viel Geld für sein Bedürfnis mit einem Sportwagen zu fahren. Möchte man allerdings nicht auf diesen Luxus verzichten und ist man sich des Wertverfalls bewusst, kann man sich relativ günstig einen jungen Gebrauchten mit wenig gefahrenen Kilometern ergattern. Dazu muss man vielleicht etwas geduldig den Gebrauchtwagenmarkt beobachtet.  Jedoch macht es für die Fahrfreude keinerlei Unterschied, ob der Wagen von einem selbst neu gekauft wurde oder einige Zeit davor von einem anderen. Mit etwas Glück entspricht der Preis (z.B. der eines gebrauchten Porsche) einer besseren Limousine und der Wertverfall ist gering. Außerdem ist der Neuwagen nach einer Zeit was? Richtig, ein Gebrauchtwagen. Wenn man sich solcher Dinge bewusst ist und seinen persönlichen L-Faktor festlegt, kann man für weniger Geld ein sehr erfülltest materielles Leben führen. 

SO VIEL ZEIT SOLLTEST DU IN DAS SPAREN STECKEN

Viele Leute stecken unglaublich viel Zeit und Mühe in das Sparen, um auf gar keinen Fall auch nur irgendwann nur einen Cent zu viel zu zahlen. Sie schneiden sich aus Zeitungen Gutscheine aus und Sammeln diese. Gehen, wenn es sein muss, für einzelne Dinge des täglichen Bedarfs extra in einen anderen Supermarkt. Jedoch wird in vielen Fällen vergessen was das eigentliche Ziel ist: Man möchte für möglichst viele Dinge so wenig wie möglich Ressourcen aufwenden.

 

Verdeutlichen lässt sich das an einem Gedankenexperiment: Stell dir vor dein Rasen muss gemäht werden. Da du dich glücklich schätzen kannst und dir ein großes Grundstück gehört, wirst eine normale Person mindestens eine Stunde mähen müssen. Wie könntest du diese Aufgabe lösen, wenn du am Ende möglichst viel Geld haben möchtest?

  1. Mähe den Rasen selbst (Kosten: 0 €; Dauer: eine Stunde).
  2. Lasse den Rasen von einem Nachbarsjungen mähen (Kosten: 10 €; Dauer: eine Stunde).
  3. Bestelle einen Gärtner-Team (Kosten: 50 € pro angefangene Stunde; Dauer: 15 Minuten).

Um diese Aufgabe zu bewältigen, werden die meisten selbst nach ihrer Arbeit oder am Wochenende  zum Rasenmäher greifen um kein Geld auszugeben. Woran viele jedoch nicht denken ist, dass sie ihre kostbare Zeit, die sie lieber mit etwas anderem verbringen würden benutzen müssen. Sie vergessen eine sehr wichtige Frage zu stellen: Wie ist das Verhältnis der Kosten zu meinen persönlichen Stundenlohn.

 

Lösung des Gedankenexperiments:

  • Wenn du weniger als 10 € pro Stunde bei deiner Arbeit verdienst, ist es natürlich das Beste selbst zum Rasenmäher zu greifen.
  • Was ist jedoch, wenn du 20 € pro Stunde verdienst? Du könntest eine Stunde mehr arbeiten. Damit hättest du 20 €. Du könntest also den Rasen von deinem Nachbarsjungen für 10 € die Stunde mähen lassen. Du hättest aber noch 10 € übrig.
  • Wenn du z.B. 15 € pro Stunde verdienst, könntest du gegebenenfalls schon den Gärtner kommen lassen. Jetzt wirst du vielleicht denken, bist du doof? Kannst du nicht rechnen? 50€ - 15€ = -35€! Richtig. Da aber der Gärtner nur eine Viertelstunde für den Rasen benötigt und du ihn für die ganze Stunde bezahlen musst, könntest du ihn auch gleich noch die Hecke schneiden lassen, das Unkraut jäten und den Garten neu bepflanzen lassen, wenn er für jede dieser Aufgaben ebenfalls eine Viertelstunde braucht. Wenn du für jede dieser Aufgaben ebenfalls eine Stunde selbst benötigt hättest, hättest du auch vier Stunden mehr arbeiten können. Dann wäre das Ergebnis der Rechnung folgendes: 15€ x 4 Stunden - 50 € = 10 €. Du hättest gegebenenfalls deinen kompletten Garten gerichtet und hättest noch 10 € übrig.

Was lernen wir daraus:

  1. Rechne stets deinen Lohn gegen die Zeit für eine Aufgabe, die dir keine Freude bereitet.
  2. Stelle die richtigen Fragen.
  3. Konzentriere dich auf die Sachen bei denen du gut bist.
  4. Versuche lieber mehr Geld zu verdienen, anstatt jeden Cent zu sparen.

Du solltest also, ab einem Gewissen Level an dem du, um noch Geld zu sparen, für sehr kleine Beträge sehr viel Zeit brauchst, dich lieber darauf zu konzentrieren mehr Geld zu verdienen als noch ein paar Cent mehr zu sparen.

TIPPS

  1. Stelle dir bevor du etwas kaufst die Frage: Brauche ich das oder will ich das?
  2. Lasse dir bei teuren Anschaffungen genügend Zeit bevor du etwas kaufst. Wenn es über 100 € kostet könntest du beispielsweise anstatt es gleich zu kaufen eine Woche warten und dann schauen, ob der Wunsch, Geld für die Sache auszugeben, immer noch da ist. Bei einem Wert über 500 € z.B. einen Monat und ab einem Wert von 1.500 € 1,5 Monate.
  3. Kaufe wenn möglich gebraucht anstatt neu.
  4. Falls etwas kaputt geht, ist es grundsätzlich billiger es reparieren zu lassen, anstatt etwas Neues zu kaufen.
  5. Vergleiche mit Vergleichsportalen die Preise deiner Neuanschaffungen.
  6. Wechsel regelmäßig deine langfristigen Verträge.
  7. Kündige Nutzlose Abbos von Zeitschriften, Mitgliedsbeiträge oder Versicherungen.
  8. Wohne zur Miete anstatt ein Eigenheim zu kaufen.
  9. Kaufe Online anstatt im Laden um die Ecke. Du bezahlst meist mehr für die Beratung!
  10. Denke in Zeit anstatt in Geld: Kenne immer deinen netto Stundenlohn und rechne dir aus wie lange du arbeiten musst damit du dir die Sache leisten kannst! So wirst du öfter von spontanen und unnötigen Käufen absehen. Denn du wirst z.B. dein zwei Jahre altes Handy nicht für ein neues Handy knapp 900 € teures wechseln, wenn du dafür 9 komplette Tage arbeiten musst.