BENUTZT DU DEIN HANDY ODER DEIN HANDY DICH ?

Leg doch mal dein Handy weg !

 

Diesen Spruch kennen wir von genervten Eltern, die mit ihren Kindern im Restaurant sitzen und verzweifelt versuchen die Aufmerksamkeit ihres Nachwuchses auf das Essen zu lenken und dabei unweigerlich gegen Angry Birds verlieren.

 

Doch wie wir selber festgestellt haben betrifft die Angewohnheit sein Handy ständig und überall antatschen zu müssen bei Leibe nicht nur die "Jugend von Heute".

 

Immer öfter fallen einem Menschen auf (UNS EINGESCHLOSSEN), die sobald sie auch nur eine Sekunde warten müssen, sei es auf Bus, Bahn oder ihr Essen im Restaurant, versuchen mit ihrem Handy mit aller Gewalt die Wartezeit totzuschlagen.

 

Es scheint uns unmöglich für eine etwas längeren Zeitraum ohne unser Handy auszukommen.

WER BENUTZT ALSO WEN ?

Wenn wir uns also so umschauen kann einem auch schon mal die Frage aufkommen wer denn hier wen benutzt.

Wir unsere Handys oder unsere Handys uns ?
"Was für ein Quatsch" werden jetzt manche denken.
Wie zu Teufel soll ein Handy uns benutzen ? Wir sind es doch schließlich, die es bedienen.
Stimmt.  
Die Frage ist nur: Benutzen wir unser Handy, weil wir es wirklich wollen und in dem Moment brauchen
oder kommt es nicht auch mal vor, dass wir uns dabei erwischen wie wir stundenlang facebook oder instagram rauf und runterscrollen und schon wieder vergessen haben wofür wir uns Handy eigentlich rausgekramt haben.
Man könnte sagen, dass eine schon fast mystische Macht von uns Besitz ergreift, sobald wir unser Handy rausholen und scrollen was das Zeug hält und wir erst einige Zeit später "aufwachen" und uns wundern wie viel Zeit schon wieder flöten gegangen ist. Ein klassisches Suchtverhalten also.
So kam eine aktuelle Studie zu dem Ergebnis, dass wir täglich durchschnittlich:
  • 2,5 Stunden am Handy verbringen 
  • 88 mal auf unser Handy schauen
  • umgerechnet alle 18 Minuten unser Handy checken

EIN TIEFERGEHENDES PROBLEM

Du fragst dich jetzt vermutlich, wo denn genau das Problem ist, wenn man Zeit mit seinem Handy verbringt.

 

An sich ist daran natürlich nichts Verwerfliches. Im Gegenteil. Unser Handy ist vielen Situation sogar eine wirklich wichtige und sinnvolle Ergänzung für unseren Alltag (man denke nur an die Möglichkeit sich navigieren zu lassen usw.).

 

Problematisch wird Handynutzung aber dann, wenn sie zu viel Zeit in Anspruch nimmt und zu häufig vorkommt.

 

So bekommt man zum Einen logischerweise nicht besonders viel auf die Reihe, wenn man alle 18 Minuten auf sein Handy schaut.

 

Zum Anderen, und hier wird es jetzt wohl wirklich problematisch, hat eine weitere Studie nun untersucht wie sich unsere Handynutzung auf unser Wohlbefinden auswirkt und herausgefunden, dass intensive Handynutzung:

 

  • Depressionen mitverursachen oder verstärken
  • zu psychischen Krankheiten führen
  • permanente Unruhe, 
  • Stress 
  • und Angst auslösen kann 

LÖSUNGSVORSCHLÄGE

Wir möchten hier Handys keineswegs als Teufelszeug verdammen. Das wäre ein bisschen zu einfach.

 

Handys waren und bleiben sinnvolle Ergänzungen für unseren Alltag und können unser Leben erleichtern und bereichern.

 

Aber eben nur bei maßvoller Nutzung. 

Deswegen ist die Lösung für das Problem übermäßige Handnutzung absolut banal: Das Handy einfach nur noch benutzen, wenn man es gerade wirklich braucht (und ab und und zu natürlich auch aus reinem Vergnügen=)).

 

Tipps damit dich dein Handy nicht mehr so stark im Griff hat:

 

  1. Mach dir bewusst wofür du dein Handy eigentlich brauchst
  2. Beobachte wie du dein Handy benutzt (z.B. auf welchen Seiten du surfst)
  3. Sortiere deine Nutzung möglichst ehrlich in die Kategorieren: Nützlich und sinnloser Zeitvertreib
  4. Benutze dein Handy immer dann wenn es nützlich ist 
  5. Gebe dir feste Zeiten für die sinnlose Nutzung (ein bisschen Spaß muss eben auch sein)
  6. Genieße die gewonnene Zeit !