Alles wissenwerte zur Asset Allocation

Asset Allocation
Die Asset Allocation ist einer der wichtigsten Faktoren um eine hohe Rendite zu erzielen.

WAS IST ASSET ALLOCATION

 

Die Asset Allocation ist die Unterteilung deines Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, wie z.B. Aktien, Immobilien, Rohstoffe, Anleihen, Festgelder etc.. Je nachdem wie man das zur Verfügung stehende Kapital auf die einzelnen Bereiche einteilt steigt das Risiko und damit normalerweise auch die Rendite. Den Rendite kommt von Risiko. 

 

Deswegen gilt die Börsenweisheit: Nicht alle Eier in einen Korb legen!

 

Deswegen empfiehlt es sich auch nicht nur zwischen den Anlageklassen aufzuteilen sondern auch innerhalb diesen. Bei Aktien und Aktien-Fonds z.B. in Länder und bei Edelmetalle z.B. in Gold, Silber und Platin.

 

Je höher der Aktien, Immobilien und Rohstoffe Anteil ist, desto höher ist das Risiko und damit die Volatilität (Die Kursschwankungen). Im Gegensatz dazu gelten Anleihen und Festgelder als relativ sicher, was sich jedoch negativ auf die Rendite auswirkt.

 

WIE HOCH SOLLTE DER RISIKOREICHE ANTEIL SEIN ?

Die Riskoaufteilung ist abhängig vom Anlagehorizont und der Risikotoleranz. Man muss beachten, dass es sein kann, dass es genau zu dem Zeitpunkt crashed an dem ich das angelegte Geld anderweitig benutzen möchte (beispielsweise meinem Renteneintritt). Deswegen muss man die Asset Allocation seiner Lebenssituation entsprechend über die Jahre anpassen, wenn man das Geld entnehmen möchte. Je länger der Anlagehorizont ist, desto höher kann auch das Risiko sein, da sich Kursschwankungen nicht unmittelbar auf das eigene Leben auswirken.

 

Nach einer alten Regel lässt sich der Risikoanteil (z.B. Aktien) im Depot folgendermaßen berechnen:

Anteil der risikoreichen Anteilsklassen = 100 - Alter 

 

Ob, man an dieser Formel festhält bleibt jedem selbst überlassen. 

 

Alternativ kann man sich auch das Ziel setzten nur von den Ausschüttungen (wie Dividenden und Mieten) zu leben und das angelegte Vermögen nicht zu verbrauchen. Dann kann man seine finanzielle Freiheit seinen Liebsten vererben, sodass diese nicht arbeiten müssen.

 

Den meisten wird sich folgende Frage stellen: Wieso nicht alles in den Risikoteil?

 

Weil man die Kursschwankungen Mental aushalten können muss. Hast du die mentale Stärke bei einem Crash deine Investitionen nicht zu verkaufen, wenn dein Depot auf -50 % sinkt? Falls nein, dann musst du den sichereren Teil deiner Asset Allocation so gewichten, dass du immer ruhig schlafen kannst.  Wenn du jedoch die Mentale stärke dazu hast, kannst du dein Geld auch nur komplett auf die riskanteren Anlageklassen verteilen und so eine deutlich höhere Rendite erzielen.

 

Um herauszufinden, ob man dazu in der Lage ist, lohnt es sich z.B. mit ETF-Sparplänen zu starten, da dann die Anlagesumme anfangs noch nicht so hoch ist und man so weniger Ängste vor Verlusten hat und damit Fehler nicht zu teuer werden.

 

 

BEISPIEL FÜR EIN MODERATES RISIKO

Hohes Risiko

Aktien Immobilien Rohstoffe
 60 %  30 % 10 %

Geringes Risiko

Festgeld Tagesgeld Staatsanleihen
 33 %  33 % 33 %

ASSET ALLOCATION FÜR AKTIEN-ETFS

AKTIENINDIZES

Der Aktienanteil der Asset Allocation lässt sich einfach und breit diversifiziert durch Aktien-ETFs abbilden. Ein Aktienindex bildet bestimmte ausgewählte Aktien ab. Die genannten Indizes eignen sich hervorragend um sein Kapital weltweit zu streuen und so sein Risiko zu reduzieren und die Rendite zu erhöhen.

 

 

Index Abbildung

MSCI ACWI

(ACWI = All Country World Index)

Beinhaltet Unternehmen aus 23 Industrieländern und 23 Schwellenländern. Der Index setzt sich aus dem MSCI World und dem MSCI Emerging Markets zusammen. Der Anteil der Industrieländer mit ca. 90 % übertrifft dabei den Anteil der Schwellenländer mit ca. 10 % deutlich. Der MSCI ACWI enthält knapp 2.500 Aktien und deckt damit ca. 85 % der weltweiten Marktkapitalisierung ab.

   
MSCI World

Beinhaltet über 1.600 Aktien aus 23 Ländern (Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien und USA).

   
MSCI Emerging Markets

Beinhaltet über 800 Aktien aus 23 Schwellenländern ( Ägypten, Brasilien, Chile, China, Griechenland, Indien, Indonesien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Peru, Philippinen, Polen, Russland, Südafrika, Südkorea, Taiwan, Thailand, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Katar, und die VAE.

   
S&P 500

Beinhaltet die 500 Aktien der größten börsennotierten Unternehmen aus den USA.

   
Stoxx Europe 600

Beinhaltet die 600 größten Unternehmen aus europäischen Industrieländern.

   
MSCI Pacific Beeinhaltet über 450 Aktien aus den Ländern Australien, Hongkong, Japan, Neuseeland und Singapur.

AUFTEILUNG

Die Kapitalaufteilung bzw. die Sparplangewichtung kann folgendermaßen aussehen:

Anzahl ETFs Auswahl ETFs

1 ETF:

Für alle diejenigen die sich um um gar nichts kümmern wollen (das Rebalancing entfällt) oder nur sehr kleine Summen zum investieren zur Verfügung haben.

  • MSCI ACWI

2 ETFs:

Wohl der Standard bei der ETF-Aufteilung.

  • MSCI World: 70%
  • Emerging Markets: 30%

3 ETFs:

 

  • S&P 500: 33 %
  • Stoxx Europe 600: 33 %
  • MSCI Emerging Markets: 33 %

4 ETFs:

  • S&P 500: 30%
  • MSCI Europe: 30%
  • MSCI Pacific: 10%
  • MSCI Emerging Markets: 30%

Natürlich kann man auch auf noch mehr ETFs zurückgreifen und so z.B. noch ETFs für Small und Mid Caps mit aufnehmen. Dies kann aber schnell sehr kompliziert und aufwendig werden. Deshalb empfiehlt es sich an das KISS-Prinzip zu denken.

DAS KISS-PRINZIP

KISS steht für keep it simple stupid. Sprich man soll Dinge nicht unnötig komplizierter machen als sind sind. Für ETFs lässt sich aus dem Prinzip folgendes ableiten: nur weil ich mein Geld auf mehr ETFs verteilen kann, heißt es noch lange nicht, dass ich das auch muss. Es ist deshalb oft sinnvoll bei der einmal gewählten Auswahl zu bleiben. Nur weil man zukünftig mehr verdient muss man nicht seine Sparpläne ändern. Man wird durch die oben beispielsweise aufgeführten Möglichkeiten zur Asset Allokation auf Dauer in jedem Fall eine sehr gute Rendite erzielen, ohne dass es wahrscheinlich einen deutlichen Renditeunterschied geben wird. Allein mit dem MSCI ACWI kann man nichts falsch machen.

REBALANCING

Da sich die unterschiedlichen Anlageklassen und auch innerhalb dieser die einzelnen Investments unterschiedlich gut entwickeln muss man in regelmäßigen Abständen rebalancen. Sprich man muss das Kapital wieder auf die ursprünglich geplante Gewichtung zurückbringen. Dazu ist es völlig ausreichend, wenn man alle 6 oder 12 Monate die Entwicklung überprüft. Haben sich, wie in der Regel, die risikoreicheren Investments besser entwickelt kann man einen Teil dieser verkaufen und den Erlös in die weniger gut gestiegenen Anlagen stecken. Da aber hierbei Kosten und Steuern anfallen empfiehlt sich eine Alternative. Man erhöht die Sparsumme der Sparpläne bzw. kauft die untergewichteten Anlagen nach. Hat sich in der Gewichtung wenig geändert (lediglich 5-10 %) sollte man nachrechnen, ob sich ein Rebalancing lohnt.

DIE BESTEN BROKER FÜR ETF-SPARPLÄNE

Wir empfehlen die beiden deutschen Broker mit der größten Auswahl an ETF-Sparplänen und den günstigsten Konditionen: